Initiative JUGEND STÄRKEN
Initiative JUGEND STÄRKEN

Das Programm JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region ist nach erfolgreicher Durchführung in der Förderphase 2010-2013 abgeschlossen.

Imagebild des Modellprogramms JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region: Junge Frauen und Männer, die von oben fotografiert sind

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend förderte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) im Rahmen der Initiative JUGEND STÄRKEN das Modellprogramm JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region. Ziel des Modellprogramms war es, in Fortentwicklung der Initiative JUGEND STÄRKEN und ihrer Programme - Jugendmigrationsdienste, Schulverweigerung – Die 2. Chance und Kompetenzagenturen - kommunale Strukturen für die Anliegen der Jugendhilfe zu stärken. Eine Förderung erfolgte deshalb nur dort, wo es bereits Standorte der Initiative JUGEND STÄRKEN gab, die aber noch keine lückenlose und durchgängige Förderung für benachteiligte junge Menschen anboten.

In 35 ausgewählten Modellstandorten wurde erprobt, welche Rahmenbedingungen in der Kommune gegeben sein müssen, um die kommunale Jugendpolitik rund um § 13 Jugendsozialarbeit (SGB VIII) nachhaltig zu stärken. Die Kommunen wurden dabei unterstützt, die Verantwortung für die Koordinierung und Vernetzung zwischen allen Beteiligten und Angeboten am Übergang von der Schule in die Ausbildung wieder stärker wahrzunehmen. Aus diesem Grund wurde das Programm in Verantwortung der öffentlichen Jugendhilfe umgesetzt.

In den ausgewählten Städten und Landkreisen wurde für die Zielgruppe der nicht (mehr) erreichten Jugendlichen ein passgenaues und möglichst lückenloses Fördersystem vor Ort am Übergang von der Schule in Ausbildung und Beschäftigung geschaffen, um ein „Verlorengehen“ der Jugendlichen zu verhindern.

Unter zentraler Verantwortung der ausgewählten Modellkommunen sollten fehlende Angebote für die jungen Menschen identifiziert und entwickelt werden. Dies konnte z.B. ein Angebot der Initiative JUGEND STÄRKEN sein, aber auch andere, langfristige und eigenständige Angebote, die der Intention des Modellprogramms - besonders benachteiligte Jugendliche individuell zu unterstützen - gerecht wurden. Für die notwendige rechtskreisübergreifende Verzahnung zwischen Schule, Jugendamt, Jobcenter, Arbeitsagentur und weiteren Akteuren hatten die Jugendämter geeignete und vor allem verbindliche Strukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die neu aufgebauten Angebote für die Jugendlichen sollen nach Auslaufen der Förderung im Sinne der Nachhaltigkeit möglichst in Verantwortung der Kommune weitergeführt werden.

Das Modellprogramm JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region hatte in der aktuellen ESF–Förderperiode (2007–2013) eine Laufzeit vom 01. Oktober 2010 bis zum 31. Dezember 2013 und war mit einem Mittelvolumen von rund 17 Millionen Euro ausgestattet. Die Kommunen mussten sich mit einer Kofinanzierung von jeweils mindestens 20 Prozent an den Kosten beteiligen.

Die Modellstandorte wurden während der Modellphase durch Rambøll Management Consulting intensiv unterstützt und begleitet.

Der im Rahmen der Initiative JUGEND STÄRKEN erschienene Praxisleitfaden "Den Übergang Schule-Beruf in der Kommune optimal gestalten!" stellt Ansätze und Instrumente zu den Themen "Kommunale Koordinierung und Steuerung", "Rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit" und "Schließen von Angebotslücken" vor. Diese wurden von den Modellkommunen des ESF-Programms "Aktiv in der Region" in der gut 3-jährigen Programmlaufzeit entwickelt und erprobt.
Den Link zum Praxisleitfaden finden sie im Downloadbereich.

 
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