Die Förderphase 2008-2011 des ESF-Programms Schulverweigerung – Die 2. Chance ist nach erfolgreicher Durchführung abgeschlossen.

Imagebild des Programms Schulverweigerung - Die 2. Chance - 2 Jugendliche vor Grafitti

Am 31.08.2011 endeten die ersten drei Jahre der 2. Förderphase des ESF-Bundesprogramms Schulverweigerung – Die 2. Chance. Das Programm Schulverweigerung – 2.Chance ist seit 2009 Bestandteil der Initiative JUGEND STÄRKEN, mit der das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ein deutliches Zeichen für eine starke Jugendpolitik und die bessere Integration junger Menschen in Deutschland setzt.

Das Programm Schulverweigerung – Die 2. Chance richtet sich an Jugendliche, die das Erreichen ihres Hauptschulabschlusses durch aktive oder passive Schulverweigerung gefährden. Ziel des Programms ist es, diese Jugendlichen in das Schulsystem zurückzuführen und ihre Chancen auf einen Schulabschluss zu verbessern. In den ersten drei Jahren der 2. Förderphase wurde bundesweit in 192 Koordinierungsstellen an diesem Ziel gearbeitet. Mit dem Konzept des Case Managements wurden unter Berücksichtigung ihrer individuellen Problemlagen 11.493 Schülerinnen und Schüler begleitet und auf dem Weg zum erfolgreichen Schulabschluss unterstützt.

In der Regel wird erst im Verlauf des Case Managements die Komplexität der Hintergründe von schulverweigerndem Verhalten sichtbar. Neben der Förderung der persönlichen und sozialen Entwicklung sind daher die Elternarbeit und die Arbeit mit der Peer Group ebenso entscheidende Konzeptbausteine des Programms.

Darüber hinaus bilden die Koordinierungsstellen wichtige Anlauf- und Beratungsstellen zum Thema Schulverweigerung für beteiligte Kooperationspartner aus Jugendhilfe und Schule. Die dabei entstandenen Netzwerke schaffen eine Struktur für Auseinandersetzungen mit dem Thema Schulverweigerung und zur Verstetigung von Projekten und Programmen zu diesem Phänomen.

Das Programm Schulverweigerung – Die 2. Chance wurde im Zeitraum vom 01. September 2008 bis 31. August 2011 mit einem Volumen von rund 70 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

Das ESF-Programm Schulverweigerung – Die 2. Chance wird aktuell im Rahmen der Initiative JUGEND STÄRKEN unter der Regie des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) bis Ende Juni 2014 fortgeführt. In der Programmbegleitung wird das BAFzA durch die Stiftung SPI unterstützt.

Eine Übersicht der aktuellen Standorte finden Sie auf der Website des ESF-Programms Schulverweigerung – Die 2. Chance unter dem angegebenen Link.

 
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