Das Programm STÄRKEN vor Ort ist nach erfolgreicher Durchführung in der Förderphase 2009-2011 abgeschlossen.

Imagebild des Programms STÄRKEN vor Ort: Foto einer Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters und verschiedener Nationalitäten, die lachend in die Kamera winken

Am 31.12.2011 endete das erfolgreiche ESF-Bundesprogramm STÄRKEN vor Ort planmäßig nach dem dritten Förderjahr. Das Programm STÄRKEN vor Ort übernahm das bewährte Konzept „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ aus dem gleichnamigen Vorgängerprogramm. Zugleich wurde es inhaltlich auf die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) 2009 gestartete Initiative JUGEND STÄRKEN auf jugend- und gleichstellungspolitische Ziele ausgerichtet.

Das Programm STÄRKEN vor Ort unterstützte die soziale, schulische und berufliche Integration von benachteiligten jungen Menschen und Frauen mit Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben. Im Rahmen von lokalen Aktionsplänen konnten an bundesweit 280 Standorten rund 9.000 wohnortnahe Mikroprojekte durchgeführt werden. Über 235.000 junge Menschen und Frauen wurden bei ihrer sozialen und beruflichen Integration unterstützt.

Mit den Mikroprojekten wurde ein niedrigschwelliger Zugang v.a. für ESF-unerfahrene, kleinere Träger und auch Einzelpersonen geschaffen, um vor Ort innovative Ansätze an lokale Bedürfnisse angepasst zu verfolgen und umzusetzen. Die Beteiligung und Einbindung von Bewohnerinnen und Bewohnern bei der Entwicklung und Durchführung der Mikroprojekte erfolgte durch sogenannte lokale Koordinierungsstellen, die in den Verwaltungen der teilnehmenden Kommunen angesiedelt waren. Hierdurch wurde auch die zivilgesellschaftliche Beteiligung und Vernetzung der lokalen Akteure untereinander gestärkt.

Die Förderung konnte ausschließlich von Kommunen beantragt werden. Stadtteile wurden mit bis zu 100.000 Euro, Landkreise, die in der Fläche arbeiteten, mit bis zu 150.000 Euro jährlich gefördert. Die beteiligten Städte und Landkreise hatten eine Ko-Finanzierung von 15 Prozent zu erbringen. Die Förderung der Mikroprojekte (maximal bis je 10.000 Euro) erfolgte zu 100 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union. Die Auswahl und Begleitung der Mikroprojekte erfolgte über einen sogenannten Begleitausschuss. Dieser setzt sich aus Vertreter(inne)n der Verwaltung, relevanten lokalen Akteuren sowie direkten Vertreter(inne)n der Adressaten-/Zielgruppen und den Bewohnern zusammen. Der Begleitausschuss diente auch dem Informationsaustausch der Beiratsmitglieder untereinander. Hier konnten bilaterale Kooperationen verabredet werden, dies trug zur Nachhaltigkeit der entwickelten Lösungen bei. In einigen Kommunen werden die durch STÄRKEN vor Ort aufgebauten Beteiligungsstrukturen für kommunale Planungs- und Steuerungsprozesse weitergenutzt.

Das Programm STÄRKEN vor Ort wurde im Zeitraum von März 2009 bis Dezember 2011 mit einem Volumen von insgesamt 71 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

Eine Übersicht der Standorte finden Sie auf der Website STÄRKEN vor Ort unter dem angegebenen Link.

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