Der Link führt auf die Website der Initiative zum Film über die Eröffnung des Aktionstages JUGEND STÄRKEN durch die Bundesfamilienministerin.
Initiative JUGEND STÄRKEN
Die Initiative und ihre Programme
Um die Bedeutung von Teilhabechancen und gelungener Integration von besonders benachteiligten Jugendlichen zu untermauern, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Initiative JUGEND STÄRKEN gestartet. Mit der Initiative will die Bundesregierung die soziale, schulische und berufliche Integration junger Menschen mit schlechteren Startchancen fördern. Die Initiative setzt sich aus den ESF-Programmen STÄRKEN vor Ort, Kompetenzagenturen, Schulverweigerung – Die 2. Chance und den aus nationalen Mitteln finanzierten Jugendmigrationsdiensten zusammen, die mit aufeinander abgestimmten Methoden auf die spezifischen Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen ausgerichtet sind. Insgesamt werden in den nächsten drei Jahren rund 243 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und zusätzlich rund 41 Millionen Euro jährlich aus nationalen Mitteln für die Jugendmigrationsdienste aufgewendet.
Informationsfilm zur Initiative JUGEND STÄRKEN des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Aktionstag der bundesweiten Initiative JUGEND STÄRKEN in Berlin
Die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder eröffnete vor etwa 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden sowie zahlreichen Jugendlichen am 23. Juni 2010 den Aktionstag JUGEND STÄRKEN.
Hier präsentierten Projektträger der vier Programme der Initiative mit ihren Jugendlichen die Vielfalt ihrer Arbeit vor Ort. „Wir müssen vor allem diejenigen erreichen, die in ihrem jungen Leben bereits wichtige Chancen verpasst und Anschlüsse verloren haben und die wir nur noch mit ganz gezielten Hilfen erreichen können“, sagte sie in ihrer Eröffnungsrede. „Wir müssen es schaffen, dass Jugendliche, die Unterstützung brauchen, sie auch wirklich erhalten“, so Schröder weiter. „Nur so kann es gelingen, dass keiner aus dem System heraus fällt, verzweifelt und verloren geht.“
Auf dem Aktionstag zeichnete die Bundesfamilienministerin die vier Gewinnerinnen und Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs „Verborgene Talente 2010“ aus. Die vier Jugendlichen haben trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine erfolgreiche Entwicklung genommen, wurden in die Schule zurückgeführt oder in eine Ausbildung vermittelt.
Die Pressemitteilung zum Aktionstag und den Link zum Film finden Sie rechts im Downloadbereich.
Weitere Informationen über den Aktionstag und zur Politik des Bundesfamilienministeriums für junge Menschen mit schwierigeren Ausgangsbedingungen finden Sie im Internet unter www.bmfsfj.de und www.jugend-staerken.de.
Zur Senkung der Schulabbrecherquote initiierte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ende 2006 das Programm Schulverweigerung - Die 2. Chance. Das zunächst 74 lokale Koordinierungsstellen umfassende Programm ist in der ESF-Förderperiode 2007 bis 2013 fortgesetzt und auf 193 Standorte aufgestockt worden. Mit dem Programm werden Schulverweigerer vor allem von Hauptschulen, deren Schulabschluss gefährdet ist, in das Regelschulsystem reintegriert und erhalten damit eine zweite Chance.¶
Die Kompetenzagenturen unterstützen ebenfalls seit 2006 an 208 Standorten besonders benachteiligte Jugendliche auf ihrem Weg in einen Beruf und in die Gesellschaft. Sie bieten Hilfen für diejenigen, die vom bestehenden System der Hilfeangebote für den Übergang von der Schule in den Beruf nicht (mehr) erreicht werden. Ansprechpartner suchen die Jugendlichen auf, vereinbaren gemeinsam mit ihnen individuelle Förder- und Qualifizierungspläne und kontrollieren die Umsetzung. Sie begleiten die Jugendlichen langfristig und beziehen dabei ihr familiäres und persönliches Umfeld ein.¶
STÄRKEN vor Ort soll die sozialen und beruflichen Perspektiven junger Menschen in benachteiligten Stadtteilen und strukturschwachen ländlichen Gebieten verbessern. STÄRKEN vor Ort setzt auf kleine lokale Initiativen, Organisationen und viel zivilgesellschaftliches Engagement, um nur noch schwer erreichbare junge Menschen dort anzusprechen, wo sie leben. Adressaten der Kleinstprojekte sind junge Menschen mit schlechteren Startchancen sowie Frauen, die Probleme beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben haben. Die geförderten Kleinstprojekte helfen, indem sie etwa Anschlüsse an Schulen, Fördermaßnahmen und Ausbildung oder Erwerbsarbeit vermitteln. Dafür werden in bundesweit 280 Fördergebieten gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Mikrozuschüsse in Höhe von bis zu 10.000 Euro vergeben.¶
Zur sozialen und beruflichen Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund tragen besonders die bundesweit rund 400 Jugendmigrationsdienste (JMD) bei, die jugendliche Migrantinnen und Migranten zwischen 12 und 27 Jahren am Übergang Schule/Beruf beraten und betreuen. Neben der sozialräumlichen Vernetzung der Angebote steht dabei die Erstellung eines individuellen Integrationsförderplans im Vordergrund. Dieser hilft jungen Menschen mit Migrationshintergrund im Berufsleben Fuß zu fassen und berücksichtigt dabei ihre individuellen Kompetenzen und Interessen.¶