Die Übernahme von familiärer Sorgearbeit in der Kindererziehung oder bei der Pflege von nahestehenden Personen bedeutet für viele Frauen und Männer, dass sie ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen – zum Teil für viele Jahre. Wenn dann die Zeit für einen beruflichen Neustart gekommen ist, stehen die Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger vor großen Herausforderungen: Die fachlichen Kenntnisse sind womöglich nicht mehr auf dem aktuellen Stand und familiäre Aufgaben lassen sich nur schwer mit dem beruflichen Wiedereinstieg und den neuen Arbeitszeiten vereinbaren.

Hier setzt das ESF-Modellprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“ an, welches als Teil des gleichnamigen Aktionsprogramms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) durchgeführt wird. Ziel des Programms ist es, Frauen und Männern die Reintegration in das Berufsleben zu erleichtern und ihnen Wege dorthin zu ebnen sowie die Unterstützung durch (Ehe-)Partner, Arbeitgeber, Arbeitsagenturen und haushaltsnahe Dienstleister so zu aktivieren, dass der Wiedereinstieg in eine qualifikationsadäquate und vollzeitnahe Tätigkeit, auch nach mehreren Jahren familienbedingter Erwerbsunterbrechung, nachhaltig gelingt.

Welche Instrumente und Methoden zum Gelingen eines beruflichen Wiedereinstiegs wesentlich beitragen, haben die Modellstandorte des ESF-Modellprogramms „Perspektive Wiedereinstieg“ erprobt und dabei erfolgreiche Ansätze entwickelt, die nun gebündelt vorgestellt werden: „Perspektive Wiedereinstieg“ – Ein Praxisbuch.
Sie können sich das Praxishandbuch am Ende der Seite herunterladen.

Das Programm „Perspektive Wiedereinstieg“ wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert. Der Europäische Sozialfonds ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der Europäischen Union. Er leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmergeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der Investition in die Humanressourcen.

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